Barrierefreie Information
Bedarf und Nutzen aus der Sicht von VerbraucherInnen und Unternehmen
Unter barrierefreien Informationen verstehen wir Informationen, die leicht verständlich und leicht zu lesen sind. Die befragten Personen im Forschungsprojekt meinten auch noch: Barrierefreie Informationen machen frei, sind unkompliziert und ungezwungen, freundlich und helfen, selbstständig entscheiden zu können.
Dass Menschen mit Behinderungen barrierefreie Informationen brauchen, damit sie zu ihren Rechten gelangen können, ist allgemein verständlich. Und das wissen auch schon Viele.
Wir wollten aber wissen, welche Probleme Menschen ohne einer Seh- Hör- oder Lernbehinderung mit nicht barrierefreien Informationen haben.
In diesem Forschungsprojekt wurden nicht behinderte Menschen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren gefragt, wo sie Informationsbarrieren erleben und was sie sich wünschen würden.
Die größten Ärgernisse sind:
- Bedienungsanleitungen und Gebrauchsanweisungen
- Informationen von Ämtern und öffentlichen Einrichtungen (Amtsdeutsch)
- Informationen von ÄrztInnen und Gesundheitseinrichtungen
- Informationen von touristischen Einrichtungen
- Informationen vom Handel zum Beispiel bei Lebensmitteln
- Abrechnungen, zum Beispiel beim Strom oder bei Betriebskosten
- Verträge von Versicherungen, Handyverträge, Banken
- Formulare jeder Art
- Fahrscheinautomaten
Was man sich außerdem besonders bei Lebensmitteln wünscht, sind nicht nur verständliche sondern auch ehrliche Informationen.
Auch Unternehmerinnen und Unternehmer wurden befragt. Wir wollten wissen, unter welchen Umständen Unternehmerinnen und Unternehmer barrierefreie Informationen anbieten würden. Hier scheint es mittlerweile ein Umdenken zu geben. Die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer glauben, dass verständliche Informationen zu mehr Umsatz und einer besseren Kundenbindung führen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen sich also freuen.
Das Forschungsprojekt wurde gemeinsam mit dem Fachhochschul-Studiengang Marketing und Sales am Campus 02 in Graz durchgeführt und im Februar 2010 abgeschlossen. Die Studie kann bei capito gekauft werden. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite von Capito unter www.capito.eu.
